Schach Praline Pos1

Schach Praline Pos1
Kann Weiß gewinnen ???

Dienstag, 29. Januar 2013

Der Meister des Patts

 
 

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über Schach und Kultur von Frank Mayer am 24.01.13


Foto: liveinternet.ru

 

Levente Lengyel (* 13. Juni 1933 in Debrecen) ist ein ungarischer Schachmeister

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von Javier Cordero Fernández

Betrachten wir heute eine Reihe von Kunstgriffen auf einem Schachbrett, um sich in verzweifelten Situationen noch zu retten. Denn das Schach ist ein Spiel, wo nichts ist, wie es scheint, und wo nichts unmöglich ist.

Die Grenzen stellt nur unser eigener Geist.
Der Meister solcher Leistungen war der ungarische Spieler Levente Lengyel, ein Schachspieler mit ruhigem Stil, ein Liebhaber von Remisen und kein Freund von Risiken, aber im Jahr 1964 gelangen ihm bei zwei hochinteressanten Partien wunderbare Kombinationen, um der Niederlage zu entkommen.
Lengyel,

wie Harry Houdini (* 24. März 1874 als Erik Weisz in Budapest; † 31. Oktober 1926 in Detroit war ein US-amerikanischer Entfesselungs- und Zauberkünstler österreichisch-ungarischer Herkunft),

 

 

 

Bild: collider.com

 

ausgestattet mit einer besonderen Fähigkeit, seine Gegner zu überraschen, schaffte er es, zwei schon verlorene Partien auf höchstem Niveau noch mit der Pattregel zu retten.

Dieses Thema ist bei Kompositonen von Endspielen und künsterlischen Studien öfters zu finden. In Turnierpartien sind solche Stellungen selten zu sehen, zumal wenn und weil nur eine begrenzte Denkzeit vorhanden ist.

Lassen Sie uns einige Lebensabschnitte des Spielers betrachten.

 

Lengyel war kein Unbekannter im Schach, im Gegenteil, er wurde regelmässig zu großen europäischen Turnieren eingeladen und in Ungarn selbst war ein hoch angesehener Spieler.

 

Er nahm mit der Nationalmannschaft an sechs Olympiaden teil, gewann den IM-Titel im Jahr 1962 und wurde GM im Jahre 1964 (das Jahr, in dem er zwei Aufgaben verwirklichte: den Schach- und Pattmeister).
Er errang mehrere bedeutende Siege im Laufe seiner Karriere:
• Ungarische Meisterschaft 1962, die er sich mit Portisch teilte, aber im Tie-Break (3'5-1'5) verlor.
• Turnier 1968 Solingen zweifellos seine größte Errungenschaft:

Siehe Tabelle:

 

 

 

• Bari Turnier 1972, mit 8 Punkten von 11 möglichen.

• Reggio Emilia Turnier 1972, mit 7 von 11 möglichen Punkten.
• Virovitica Turnier mit 9 Punkten aus 13 möglichen.
Er erzielte weitere herausragende Leistungen und erreichte den zweiten Platz in vielen Turnieren: insbesondere anlässlich der Zonenmeisterschaft 1962 und der ungarischen Landesmeisterschaft von 1963.

 

Vielleicht ist es seine Gleichmässigkeit, die ihn am besten definiert. Er nahm immer mit dem Ziel an einem Turnier teil, welches ihm einen Ehrenplatz ermöglichte, und er belegte fast nie einen Platz im unteren Teil der Tabelle.

 

Wir haben schon erwähnt, dass er ein solider Spieler war, ein harter Gegner, um gegen ihn zu gewinnen. Wenn er den taktischen Bereich vielleicht noch besser beherrscht hätte, wären ihm sicher noch günstigere Ergebnisse möglich gewesen.

Seine höchste historische Elo-Zahl war 2.628 und sein bestes Turnierergebnis hatte er in Belgrad 1969 mit 2.704 Punkten.

 

Bis 2002 spielte er noch Turniere, aber offensichtlich auf einem niedrigeren Niveau.
Lassen Sie uns sehen, warum wir dieser Artikel schreiben. Beginnen wir mit dem ersten Kunstgriff gegen einen der besten Spieler in jener Zeit:
Lajos Portisch – Levente Lengyel, Málaga 1964

Diagramm:

 

 

Weiss steht auf Gewinn, denn zwei Mehrbauern sind genug, um bequem die Partie zu Ende zu bringen.

Aber mit dem nächsten Zug, verdirbt Portisch alles:

1.f4

Es gab mehrere gültige Alternativen, aber dieser Zug stellte sich als ein bitterer Irrtum heraus.

Nachstehend sehen wir, wie Lengyel mit meisterhaftem Geschick die Stellung nutzt:

 

1 … Dg4 +  2.Kh6 Dg5.

Es gibt keine andere Wahl, als die Dame zu nehmen, und der schwarze König steht im Patt.

 

Diagramm:

 

 

Dieses erste Meisterpatt zeigt uns, dass es im Schach immer Mittel gibt, sich aus verzweifelten Situationen zu retten. Im Gegensatz dazu meinte sein Gegner sicher: „Welch ein böses Patt!".

 

Die Partie zum Nachspielen:

http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1113112

Lengyel überraschte nochmals die Welt einige Monate später wieder gegen einen starken GM.

 

Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Partien sind unglaublich, denn es wiederholt sich die Anzahl der Figuren:

Dame und 3 Bauern gegen Dame und einen Bauer.

Dieses Mal ist die Kombination jedoch noch komplizierter und erwies sich grösster Schönheit.

Der ungarische Meister spielte bei diesem Anlass einer seiner brillantesten Partien, zumindest was das Finale angeht:
Aleksandar Matanovic – Levente Lengyel, Budapest 1964

 

Diagramm:

 

 

Auch hier ist die Lage hoffnungslos, aber …

 

1.De6 + Kf8 2.f6

scheint keine sehr gute Idee zu sein, weil dem schwarzen König kein Fluchtweg mehr bleibt.

 

2 … Df4 + 3.Kg1 Dc1+ 4. Kf2 Df4+ 5. Ke2 d3+

6. Kxd3 Dd4+

doch Lengyel erreicht wieder eine überraschende Pattstellung, die Matanovic ratlos machte.

 

Diagramm:

 

 

Beide Partien wurden bei wichtigen Turnieren gespielt,  so dass sie um so wertvoller sind.

 

Partie zum Nachspielen:

http://www.tabladeflandes.com/visor_global/Matanovic-Lengyel-1964.html

Wir denken, dass es nicht viele Spieler gibt, die sich zwei solcher meisterhaften Pattstellungen rühmen können, die sich bei Turnierpartien zwischen Grossmeistern und in so kurzer Zeit ereigneten.
Aus diesen beiden Partien kann man die Schlussfolgerung ziehen: Sie sollten sich nicht einer Entspannung hingeben, wenn Sie an einem Brett sitzen, denn die Entspannung ist der Vorabend einer Niederlage.

 

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Pattstellung

Gemalt von Elke Rehder

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Quelle: ajedrezdeataque.com

Sitges (Barcelona), im Janaur 2013

 

 

 


 
 

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Montag, 21. Januar 2013

The one and only, Bobby Fischer

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 17.01.13

Bobby Fischer vs. The Rebbe 
The chess genius denied he was a Jew, but the Lubavitcher Rebbe disagreed. Who was right? 
By Jonathan Zalman
January 17, 2013 7:00 AM

In the summer of 1971, a year before he won the World Chess Championship in Reykjavik, Bobby Fischer—who died five years ago today—appeared on The Dick Cavett Show in one of his many custom suits.

"Can you have any other life and be a great chess player?" Cavett asked Fischer, who sprawled opposite the host in an undersized chair.

"Not at the moment, no," said Fischer. "You know, first things first, right? Get the title and uhm … "

Cavett, sensing an unanswerable flash for Fischer, chimed in.

"And what's the moment of pleasure for you?"

Fischer shifted his torso, his thumb and forefinger now stroking his chin.

Cavett clarified. "Is it when you see the guy in trouble?"

"Well, when you break his ego: This is where it's at. [The opponent] sees it comin' and breaks all up inside."

...

On Dec. 15, 1992, the United States issued a federal indictment calling for Fischer's arrest—if he were to return to the States, Fischer, along with his recent earnings, would be immediately detained. So, he remained in Belgrade and eventually settled in a small town on the Hungaro-Serbian border named Magyarkanizsa, or "The City of Silence," where he hoped the political climate would enable Raycsani to visit more easily. When she did, though, Raycsani, whom Fischer was in love with and wanted to marry, told him that she was pregnant by another man.

In the summer of 1993, Fischer was visited by the Polgars, "the royal chess family of Hungary," consisting of Laszlo and his daughters, Sofia, 19, and Judit, 16. (Judit is still currently the No. 1 ranked female chess player in the world; she defeated Boris Spassky a year after his rematch with Fischer, earning herself a $110,000 paycheck.) Laszlo's eldest daughter, Susan, then 23, was already a grandmaster and playing at a tournament in Peru, and was therefore unable to visit Fischer with the rest of her family. Upon her return the Polgars made the trek again so that Susan could meet Fischer.

Like Fischer, Susan Polgar was a child prodigy. At 4 years old she published her first chess puzzle and is still considered the youngest composer ever to do so. The puzzle presents an endgame task—to find checkmate in two—with white to move. It's notable too for its spatiality—it asks the solver to consider moving the king to an empty square in order to dictate play and then attack with the queen—and rigorous simplicity: One false move of the king will end in a stalemate (a draw), yet the correct move forces a win. Impressive thinking for a preschooler.

When they met, she and Fischer formed an instant bond, and Laszlo offered Fischer an open invitation to their country home a short car ride outside Budapest. Susan also convinced Fischer that if he chose to move closer to the Hungarian capital it would mean that he could spend time with members of the Hungarian chess elite, such as Pal Benko. For Fischer, a move back to Budapest also meant he could continue to pursue Raycsani. (Brady's account of Fischer's persistence, which included calling Raycsani a "bitch" in a letter, is summed up by this quote: "I have been in lost positions before … worse than this, and I won!")

Fischer took Lazslo up on his invitation and spent time with the Polgars in the Slavic hills of Hungary. The Polgar daughters were able to play chess with Fischer, although he demanded they play a variation he called "Fischer Random." Added to official FIDE rules in 2008 as "Chess960," and named after the number of possible starting positions, the variation pushes traditional chess into an abstract and far less studied realm. Fischer Random was a material outpouring of Bobby's suspicion that Russians fixed matches among themselves during competition in order to maintain supremacy. "Why do you want to get involved with something that is rote in prearrangement?" Fischer stated. "[Fischer Random] is much better than the old chess."

For 23 years, Polgar was ranked as one of the top three female chess players in the world. She became an International Grandmaster in 1991. (Her sister Judit would usurp that record by becoming a grandmaster at 14.) Today, she heads the Susan Polgar Institute for Chess Excellent (SPICE) at Webster University in St. Louis, the No. 1 ranked Division I collegiate chess program in the country.

"[Bobby] was so much ahead of his peers," Susan told me by phone as she recalled the time Fischer spent with her family in the early 1990s. "He still loved chess very much at that time. I always called him a 'big child'—he was funny, he loved joking around, he was very down to earth in his everyday life. He would like to go hiking with us. He loved to eat a lot. He loved Japanese [food]. He used to go a lot to Hungarian spas. He was in a position (financially) where he could enjoy life."

In 1993-94, she and Fischer communicated on a daily basis; after his rematch with Spassky in '92, she became involved in negotiations on his behalf to organize matches—some serious, some exhibitions. "For example, one of the tobacco companies that was about to sponsor a small exhibition match—they were willing to pay six digits for a couple hours of his time and he said, 'No, no, no, no.' " She remembered him saying, " 'I'm not willing to promote any tobacco or alcohol-related company.' So you know, even a significant amount of money wouldn't interest him because it was against his principles—he was never drinking or smoking."

Fischer's mistrust and loathing of Jews was also evident. The Polgars were a Jewish family who suffered losses of relatives exterminated in Nazi concentration camps during the Holocaust, but Fischer would deny to their faces that such events took place. "There were good Jews and bad Jews in his mind," Susan told me. "[And] somehow he separated." She believes that his anti-Semitism was an unfortunate byproduct of being wronged and unprotected during an extraordinary childhood. "[Bobby] had some very bad experiences with Jewish people and he really hated those experiences. At such an early age he was so successful. At the same time there were a number of people trying to take advantage of his status and he resented that, obviously."

During his formative years, Fischer's mother acted as a de facto manager, but she had neither the time nor the resources to provide her son with the support he needed. "Unfortunately in his time—he was 14, 15 years old and started becoming a celebrity—it did not mean he would be a millionaire or be in a position to hire [someone] that would protect him from people wanting to take advantage of him," Susan Polgar said to me. "That's how he developed these anti-Jewish feelings, and unfortunately later on in his life he got connected with people who instead of convincing him otherwise, they further ingrained in him these anti-Semitic feelings. I was trying to convince him otherwise when I met him in 1993 [but it] was just too deep."

In 1997, when Fischer's mother died, he supposedly (according to Brady) flew to Vancouver and then entered the United States by car and went to California to attend her funeral, incognito. His sister, Joan, died less than a year later, and this time Fischer was unable to be there. In 2004, Fischer was arrested at Narita airport in Tokyo for attempting to travel to the Philippines on an illegitimate passport. (It was from the Philippines that Fischer, as Foer points out, would broadcast hateful screeds over the radio against the United States on Sept. 11—"What goes around, comes around"—and against Jews.) The United States had revoked Fischer's passport the year before, and he was held for 10 months in a Japanese prison before Iceland, the location of his chess crowning, took him in as a citizen.

Fischer was filmed on the jet to Iceland and in a car upon landing. An online search yields three videos of this trip. Among other things, Fischer readily offered opinions about President George Bush and the "Jews behind him."

"Bobby was sick," Susan Polgar told me. "He had mental diseases towards the end of his life." She says that while his vitriol should not be excused, he also made a positive difference in chess and that the two should be separated. "Unfortunately," she says, "It's the same person."

...

While many viewed Fischer as a greedy diva, he saw a dearth of money within a game that took everything within an individual to reach the top, so he fought tooth and nail for every penny. Today, as a result, tens of thousands of dollars can be won in international play on a regular basis. Susan Polgar's program, SPICE, currently grants scholarships to chess-playing students from eight countries. And Norwegian Magnus Carlsen, the world's current No. 1 chess player, has made numerous national television appearances, including on 60 Minutes and The Colbert Report (he beat the host at rock-paper-scissors).

"I think everybody recognizes his genius on the chessboard," said Susan Polgar says of Fischer. "I know for a fact Kasparov does. The younger generations they don't give as much respect to older generations as they should because they grew up so much already in the computer era." Therefore, she says, they take for granted the tactics that are considered standard for a club player. Polgar says the older generations, which includes Fischer, "invented them."

Full article here.
Chess Daily News from Susan Polgar

 
 

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Tricky tactic review

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 20.01.13



White to move. How should white proceed?
Chess Daily News from Susan Polgar

 
 

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Endgame tactic

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 21.01.13


Rinck 1916, presented by Andreas

White to move. Can White win this game? How should White continue?

4b3/8/5P2/2Pkpp2/7K/3B4/8/8 w - - 0 1
Chess Daily News from Susan Polgar

 
 

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MLK day tactic review

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 21.01.13


White to move. How can White get out of this mess?

3r2k1/5p1p/2n2qp1/2B5/p3Q2P/N5P1/bp1bRP2/6K1 w - - 0 1
Chess Daily News from Susan Polgar

 
 

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Smirin chess tactic

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 21.01.13

White to move. How should white proceed?

Source: ChessToday.net
Chess Daily News from Susan Polgar

 
 

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Schach-Olympiade am Beginn des II. Weltkrieges

 
 

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über Schach und Kultur von Frank Mayer am 18.01.13

  

 

Foto: Spiegel – dpa

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von Javier Cordero Fernández

Gehen wir zurück in das Jahr 1939. In Buenos Aires erlebte man mit Leidenschaft ein großes Ereignis: die Schacholympiade.

 

Spieler aus der gesamten Welt setzten sich zur Freude der argentinischen Anhänger an die Schachbretter.

Das Turnier fand im Theater Politeama vom 24. August bis 19. September statt.

 

 

Bild: filateliaarguello.com

 

Viele dieser Teilnehmer konnten sich nicht vorstellen, ihrem Leben eine Wende von 180 Grad zu geben, indem sie dank des Schachspieles dem fast sicheren Tod durch die Flucht entronnen.

Die Invasion Polens durch die Nazi-Armee fand am 1. September 1939 statt, also während des noch laufenden Turnieres. Die Kriegsnachricht war wie eine Bombe bei Teilnehmern eingeschlagen und ein ungläubiges Staunen herrschte an den Spieltischen.

 

Man erfuhr von der Verfolgung polnischer Juden (es waren ungefähr 3.000.000) und die Sorge wuchs ständig.

 

 

Foto: nq.online.de

 

Viele Spieler blieben zunächst ratlos in Argentinien, denn sie wussten, dass sie bei der Rückkehr in ihre Heimatländer verfolgt würden und somit ihr Leben ernsthaft in Gefahr sei.

Es waren äußerst schwierige Zeiten, ohne Nachricht ihrer Familien:

sie fühlten sich unfähig, etwas zu tun, um ihnen zu helfen.

 

Auch viele der deutschen Spieler der Olympia-Mannschaft des "Grossdeutschen Reiches" weigerten sich, in ihr Land wegen ihrer jüdischen Abstammung zurückkehren, wie es der Fall von Erich Eliskases, Albert Becker, Paul Michel, Ludwig Engels und Heinrich Reinhardt war.

 

 

Foto: ara.org.ar

 

Dies ist der Anfang der Geschichte, wo einfach ein Spiel wie das Schach geholfen hat, mehrere Menschenleben zu retten.

 

Am Ende des Wettbewerbs blieben nicht nur jüdische Spieler in Argentinien zurück, sondern auch Teilnehmer aus Frankreich, Österreich, Lettland, Polen, den Niederlanden und Litauen für eine längere Zeit ihrer Heimat fern.

 

Die Schachspieler, die sich zu der Zeit in Europa aufhielten, erlitten andere Schicksale. Zitieren wir einige Beispiele:

 

David Przepiórka (polnischer Herkunft)

 

 

Foto: chessgames.com

starb in einem Konzentrationslager.

 

Salo Landau (mit holländischer Nationalität)

 

 

Foto: joodsamsterdam.nl

starb in Auschwitz.

Der Ungar Endre Steiner wurde von der deutschen Wehrmacht erschossen.

 

 

  Foto:  bam.brno.cz

 

Der vom Grauen des Krieges betroffene Spieler,

Dr. Max Euwe, lebte in den Niederlanden praktisch isoliert und erlitt Bedrängnisse und Sanktionen bis zum Ende des Krieges.

 

 

Foto: foro.elhacker.net

 

Dr. Emanuel Lasker wurde aller seiner Besitztümer beraubt und musste mit 60 Jahren wieder anfangen zu spielen, um überleben zu können. Er verzichete auf seine deutsche Staatsbürgerschaft und spielte unter englischer und später unter amerikanischer Flagge.

 

 

Foto: koenig-plauen.de

 

Der legendäre Akiva Rubinstein rettete sich durch seine psychische Erkrankung. Als die Gestapo ihn verhaften wollte, konnte er sein Krankheitsbild durch die ihn betreuenden Ärzte bestätigen lassen, allerdings mit der Auflage, im Krankenhaus zu bleiben, wo er quasi gefangen gehalten wurde.

 

 

courtesy Arqto. Roberto Pagura, Buenos Aires

 

Es gab mehrere sowjetische Spieler, die den Krieg nicht überlebten wie: Belavenets, Geneusky, Rabinovich, Ryumin, Ilyin Zhenevsky und Troitzky.

Dies sind nur einige Beispiele von vielen, die sich während des Krieges ereigneten.

Sie dienen dazu, uns an die fürchterlichen Ereignisse zu erinnern, die jeden Krieg umgeben und uns gute Gründe für die Ablehnung eines jeden bewaffneten Konfliktes liefern.

 

 

Bild: articulo.mercadolibre.com.ar

 

Lassen Sie uns nach Argentinien zurückkehren.

 

Die dort verbliebenen Spieler waren Flüchtlinge mit ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und hatten nur ein Mittel, um Geld zu verdienen, indem sie Schach spielten. Trotz der doch zum Teil armseligen Zeiten, meisterten sie ihre Schicksale und spielten auf hohem Niveau gut dotierte Turniere.

 

Es gab viele Teilnehmer, die folglich ihre frühere Staatsangehörigkeit aufgaben und beschlossen unter argentinischer Flagge zu spielen und deren Staatsangehörigkeit anzunehmen: Miguel Najdorf, Erich Eliskases, Albert Becker, Paul Michel, Ludwig Engels, Paulin Frydman oder Heinrich Reinhardt.

Die Dankbarkeit gegenüber dem Land, das sie aufgenommen hatte, war offensichtlich.

 

An den argentinischen Turnieren nahmen noch nie so hochkarätige Spieler teil wie: Najdorf, Stahlberg, Sonja Graf, Moshe Czerniak, Pilnik, Eliskases … usw.

Besonders ragten

 

 

Gideon Stahlberg

 

 

und Miguel Najdorf heraus.

Es war ein Vergnügen mitzuerleben, mit welcher Rivalität sie jeweils um den ersten Platz in jedem der Turniere kämpften.

 

Der Einfluss "der Flüchtlinge" war sehr vorteilhaft für das argentinische Schach. Das Spielniveau steigerte sich erheblich bei den abgehaltenen Turnieren, was auch zu einer Verbesserung in der Nationalmannschaft führte. Die argentinischen Spieler konnten sich nun stärkeren Gegnern stellen und erreichten wesentlich bessere Ergebnisse.

Die Nationalmannschaft wurde von Weltklasse-Spielern verstärkt. Betrachten Sie die ausgezeichneten Ergebnisse von Argentinien anlässlich der Olympiaden nach dem Weltkrieg:

Bitte, draufklichen zwecks Bildvergrösserung

Bei den Olympiaden von 1950, 1952 und 1954 konnten nur die sowjetischen Spieler verhindern, dass die argentinische Mannschaft nicht die Goldmedaille erringen konnte.

 

Schach war in der Tat ein Zufluchtsort für einige Spieler, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befanden.

 

Wir wollen nur den Fall Miguel Najdorf erwähnen, welcher insgesamt 300 Personen verlor (einschließlich Freunde und Familie, darunter seine Frau und seine Tochter, die in Auschwitz starben).

 

Najdorf bestätigte, dass das Schach es ihm ermöglichte, seinem Schicksal zu entkommen und nicht geisteskrank zu werden. Die Teilnahme an Turnieren und Simultanvorstellungen konnten ihn emotional wieder aufbauen und erlaubten, finanziell zu überleben.

 

 

Foto: chessbase.com

Unser geliebtes Spiel ermöglichte die Flucht vor den Problemen während den Partien und war ein Balsam für die gequälten Geister der politischen Flüchtlinge in Argentinien.

 

Mit diesen Zeilen möchten wir eine Hommage an diese Gruppe von Spielern leisten. Heutzutage und bequem im Wohlergehen der Gesellschaft neigen wir dazu, uns über Kleinigkeiten zu beschweren, und wir sollten noch viel mehr von dem Kampfgeist der hier genannten Spieler lernen. Diese Ehrung sollte auch dazu dienen, an die Menschen zu erinnern, die ihr Leben in einem Krieg verloren haben, der nie hätte stattfinden dürfen.

 

Das Schach hat seine besondere Charakteristik: wenn ein Spieler stirbt, dann gerät er nicht in Vergessenheit, sondern wird uns durch seine Partien stetig in Erinnerung bleiben. Zukünftige Generationen werden das Erbe eines jeden Schachspielers geniessen und seine geistigen Kunstwerke, die auf einem kleinen Stück Papier notiert sind:

 

Bild: chessbase.com

 

Nachstehend die Abschlusstabelle der Finalrunde der Olympiade

in Buenos Aires 1939:


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Quelle: ajedrezdeataque.com

 

Sitges (Barcelona), im Janaur 2013


 
 

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Dienstag, 15. Januar 2013

DeepChess!!! Media präsentiert Historical

 
 

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über SCHACH - TICKER von FJ am 11.01.13

Partien die (fast) keiner kennt [1] – Lajos Portisch gegen Jozsef Pinter, 1984

Eine der schönsten Partien wurde 1984 zwischen Lajos Portisch und seinem Landsmann Jozsef Pinter bei der ungarischen Meisterschaft gespielt. Diese Partie ist heute Gegenstand der neuen Historical Sendung von DeepChess!!! Media. Zugegeben ist diese Partie nicht ganz so unbekannt, wie die Partien der älteren Historical Sendungen und wurde bereits auf der einen oder anderen Webpage behandelt. Allerdings hat sich durch die intensive Analysearbeit von FM Sven Mühlenhaus herausgestellt, dass die Analysen aus den 80er Jahren, sowie die Kommentare in der Megadatabase nicht ganz korrekt sind.
Entscheidend ist die Stellung nach 26. f4, wonach Portisch nach 27.Se5 auf Verlust steht. Als beste Fortsetzung wird in den Kommentaren 27.Lxa6 angegeben. Tatsächlich aber steht nach der DC!!! Analyse Weiß mit dem Zug 27.c7 auf Gewinn. Und das ist neu! Sehen Sie selbst.
Eine Videoproduktion von DC!!! Media

 

 

 


 
 

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Samstag, 12. Januar 2013

Der romantische oder trügerische Prinz

 
 

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über Schach und Kultur von Frank Mayer am 12.01.13

                                                                                                                                    

Andria Dadiani

* 24. Oktober 1850 in Sugdidi; † 12. Juni 1910 in Kiew

Public domain
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von Javier Cordero Fernández

Das Schachspiel ist voll von interessanten Geschichten und unglaublichen Legenden. Seine Jahrtausend alte Geschichte wurde bereichert durch das Vermächtnis dieses Spieles, das unübertroffen in Reichtum und Schönheit ist.

Heute erzählen wir eine jener kuriosen Geschichten, halb Mythos, halb Wirklichkeit, dessen Protagonist ein Mitglied des georgischen Königshauses war:

Prinz Andrey Dadian von Mingrelien Davidovich.

 

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Foto: chessgames.com

In der Welt des Schachs als Mingrelia bekannt, aber der Name ist einfach die Benennung der Heimatregion, einer Provinz in der Nähe des Schwarzen Meeres.

Andrey stammte aus einer Familie der High Society, wohlhabend und von altem Adel. Sein älterer Bruder war der Herrscher der Provinz Mingrelia.

 

Der Großvater des Prinzen spielte regelmässig Schach, was in der oberen Gesellschaftsschicht üblich war, und man bat ihn, seine Begeisterung für das Spiel auf den Enkel Andrey zu übertragen.

 

Für den jungen Prinzen wurde das Schach eine ebenso reiche wie freudige Freizeitbeschäftigung. Im Laufe der Jahre wurde er zum  anerkannten Talent.

 

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Gemalt von Elke Rehder

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In seiner Eigenschaft als Prinz war es ihm allerdings nicht erlaubt, an Turnieren teilzunehmen. So blieb ihm nichts anderes übrig, als Spieler in seine Villa einzuladen. Unter ihnen befanden sich angeblich die „besten" russischen Spieler, obwohl die meisten Amateure waren, die nicht über ein hohes Spielniveau verfügten.

Wie erklärt sich dann der Ruhm von Mingrelia? Nun, es ist einfach, denn seine Partien waren brillant, immer voll von elektrisierenden Kombinationen und wilden Angriffen auf die gegnerische Rochade.

 

 

Gemalt von Elke Rehder

 

Lassen wir jetzt die Worte einmal beiseite und betrachten seine Partie gegen einen Oberst der georgischen Armee:

Mingrelia: weiß vs. Boutourlin: schwarz    1 – 0

St. Petersburg 1883

1. e4 / e5 2. f4 / exf4 3. Sf3 / g5 4. Lc4 / g4 5. Sc3 / gxf3 6. 0-0 / Lc5 + 7. d4 / Lb6 8. Lxf4 / fxg2 9. Lxf7 + / Kf8 10. Tf2 / Sf6

 

 

 

11. Dh5 / Sxh5 12. Lh6 + / Ke7 13. Sd5 + / Kd6 14. e5 + / Kc6 15. Sb4 + / Kb5 16. a4 + / Ta5 17. Sd3 / Lxd4 18. b4 + / Kb6 19. a5 + / Ka6 20. b5 + / Kxb5 21. c4 + / Ka6 22. Sb4 + +.

Zum Nachspielen:
http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1274178

Mingrelia schickte seine besten Partien an das französische Schachmagazin

"La Stratégie",

 

 

Foto: kwabc.org

 

die sofort wegen ihrer Qualität veröffentlicht wurden.

Aber bald kamen Zweifel von mehreren Spielern auf bezüglich der Authenzität der Partien des Prinzen, weil sie für einen Schachamateur zu genial waren. In der Tat begann man zu spekulieren, dass einige seiner Partien nur eine Farce darstellten und die Züge von Mingrelia vorgegeben, bevor sie dann von seinen Gegnern nach Erhalt einer ziemlichen Geldsumme als gespielt notiert wurden.

Nichts davon konnte nachgewiesen werden, aber wir müssen anerkennen, dass einige der Partien zumindest überraschend sind. Es genügt, das nachstehende Beispiel einer Partie gegen

Ignatz von Kolisch,

 

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Public domain

 

einer der stärksten Spieler seiner Zeit, zu zeigen, wobei dieser seinen Gegner praktisch „vernichtete", wenn nicht dieser Verdacht gewesen wäre …….und das bei der bekannten Spielstärke des Österreichers.

Mingrelia: weiss  vs. von Kolisch: schwarz     1 – 0

Wenman 1885

1. e4 / e5 2. Sf3 / Sf6 3. Lc4 / Sxe4 4. Sc3 / Sxc3 5. dxc3 / f6

6. Sh4 / g6 7. 0-0 / d6 8. f4 / De7 9. fxe5 / dxe5 10. e3 / Sc6 11. De2 / Ld7 12. b4 / 0-0-0

13. a4 / Lg7 14. b5 / Sb8 15. b6 / axb6 16. a5 / bxa5 17. Tfb1 / Sc6

 

 

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18. Txb7 / Kxb7 19. La6 + / Ka8

 

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20. Lb7 + / Kxb7 21. Db5 + / Tc8 22. Da6 + / Kb8

 

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23. Kxa5 / Sxa5 24. Da7 + / Tc8 25. Da8 + +.

 

Zum Nachspielen:

 

http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1080497

Der sowjetische Spieler, Dus Chotimirsky,

 

 

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warf weitere Zweifel auf den Ruf des Prinzen, als er bekannt gab, dass er gegen ihn ein Match mit 9-3 gewann.

 

Da der Prinz nicht außergewöhnlich stark war, kann man seine blendenden Siege gegen Von Kolisch und andere Meister kaum verstehen. Ein weiterer Spieler, der die Partien von Mingrelia beanstandete, war Mikhail Chigorin,

 

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der durch harte Kritiken versuchte, den Ruhm der brillanten Partien bei einigen Kombinationen zu widerlegen beziehungsweise Zweifel an ihrer Echtheit zu hegen.

Dadian bemühte sich stets, mit dem Schach in Verbindung zu kommen, indem er auch mehrere Turniere sponserte. Eines der wichtigsten fand in Monte Carlo (1903) statt.

 

 

Monte Carlo 1903 – Bild: edochess.ca

 

Hier hatte er die Gelegenheit, sich für die Beleidigung von Chigorin zu rächen. Der Russe wurde zunächst zum Turnier eingeladen, doch Mingrelia drohte, seine finanzielle Unterstützung zurückziehen, wenn dieser teilnähme.

So kam es schliesslich, dass Chigorin ohne Erklärung des Turnieres verwiesen und mit einer Entschädigung von 1500 Franken abgefunden wurde.

 

Eine andere Version besagt, dass Mingrelia dessen Ausschluss wegen einer alten Geschichte erzwungen hätte, bei der Chigorin  eine Einladung des Prinzen zu einer Partie auf seinem Landsitz abgelehnt habe, was für die georgische Tradition ein schwerer Affront darstellte.

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gemalt von Nicolás Sphicas

Viele seiner Partien sind in Fachzeitschriften veröffentlicht worden und haben bis heute überlebt; somit ist es nicht verwunderlich, dass einige von ihnen in Büchern gesammelter brillanten Partien wiederzufinden sind.

 

Aber wir können nicht absolut sicher sein, ob die Mehrzahl dieser Partien eine Farce oder echt waren: doch zumindest haben wir einen gewissen Trost, indem wir in der Lage sind,  sie nachzuspielen und die Schönheit ihrer Kombinationen zu geniessen, etwas, das unsere Ansicht stärkt, dass Schach eine Kunst ist.

 

copyright: joachim-lehrer.de

 

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Quelle: ajedrezdeataque.com

 

Sitges (Barcelona), im Januar 2013


 
 

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Samstag, 5. Januar 2013

TGIF tactic review

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 04.01.13


r3k2r/1q3ppp/4p3/p1b5/p2N1Q2/P6P/1P4P1/3R1R1K w kq - 0 1

White to move. Does White have compensation for the 2 pawns? How should White proceed?
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Rilton Cup Tactic

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 04.01.13

Black to move. How should black proceed?

Source: ChessToday.net
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Freitag, 4. Januar 2013

Special endgame tactic review

 
 

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über Susan Polgar Chess Daily News and Information von Chess Daily News am 27.12.12


White to move. How should White proceed?

8/1b2P3/1Pp2pN1/2p3k1/8/2P3K1/4rP2/8 w - - 0 2

DeBarbieri, 1929

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